Wappen Usinger Ortsteile

 

 

Wilhelmsdorf

1280 wird an der Stelle des heutigen Stadtteils der verschollene Ort "Hunengesess" erwähnt. Er dürfte im 15. Jahrhundert verbrannt sein. 1685 ließ dort Graf Waldrat einen Jagdhof inmitten eines großen Reviers anlegen. sein Sohn Fürst Wilhelm Heinrich siedelte 1707 zehn Familien in dem nach ihm benannten Dorf an der Laubachquelle an. Seitdem pfarrt es zur Kirche Merzhausen. Nach dem zweiten Weltkrieg ist Wilhelmsdorf durch Heimatvertriebene stark angewachsen.

 
 
 

Eschbach

Das ehemalige Bauerndorf am Nordrande des Usinger Beckens erscheint 1280 in der Grafschaft Cleeberg. Es gehörte bis zur Reformationszeit kirchlich und gerichtlich nach Grävenwiesbach. Seither hat es eigene evangelische Pfarrei. Nach mancherlei Wechsel in der Landesherrschaft wurde die große Gemeinde 1596 nassauisch. Oberhalb des wachsenden Stadtteils ragt der `Buchsteinfelsen´ (Eschbacher Klippen) als weithin sichtbares Ausflugsziel empor, das im besonderen Bergsteigern und Schulklassen gut bekannt ist. Mit über 2000 Einwohnern ist Eschbach der größte Stadtteil in der Usinger Gemeinde.

   
 
 

Kransberg

Dieser Stadtteil war schon vor 1221 Burgsitz der Familie "Craixperc", die in der Wetterau eine recht bedeutende Rolle spielte. 1310 begann jedoch ein dauernder Herrschaftswechsel. Als 1806 dieser vorwiegend katholisch gebliebene Teil des Usinger Landes an Nassau fiel, waren die Grafen von Waldbott- Bassenheimals die letzten Besitzer dieses Hauptortes des Amtes Kransberg. 1814 brannte Kransberg fast ganz ab. Viele Einwohner bauten an Stelle des ausgegangenen Dorfes Oberholzburg neu an, und nannten ihre Siedlung "Friedrichsthal", die heute ein Ortsteil der Großgemeinde Wehrheim ist.

 
 
 

 

Merzhausen

Der westliche Teil des heutigen Usingen liegt auf dem Höhenrücken zwischen Usinger Becken und Weiltal. Merzhausen erscheint erstmals 1293 in der Geschichte. Es war Gerichts- und Kirchspielort des Stockheimer Gerichts. Im Jahre 1669 erwarb Graf Walrad von Nassau-Saarbrücken diesen Teil des Usinger Landes. An der alten Straße vom Rhein zur Wetterau stehen seit 1953 auf der früheren Viehweide des ehemaligen Bauerndorfes die Türme und der Parabolspiegel der Sendestelle Usingen. Als Zeichen vergangener Gerichtsherrlichkeit ist das um 1530 erbaute schöne Fachwerkhaus in der Ortsmitte anzusehen

 
 

Michelbach

Nicht weit von der Quelle des namengebenden Baches liegt der kleine Ort Michelbach am äußersten Nordrand des Usinger Beckens. Es wird wie Eschbach 1280 zum ersten Male erwähnt. Um 1700 entstand der Ort mit zwölf Ansiedlerfamilien neu, da es im 15. Jh um Michelbach wüst wurde. Kirchlich gehört das ehemalige Dörfchen bis heute zu Eschbach. Es hatte Anteil an der Hundstädter Waldmark, besaß jedoch einen eigenen Jägerhof. Die frühere Volksschule dient heute als Dorfgemeischaftshaus.

 
 
 

    

Usingen

Usingen, das wahrscheinlich in fränkischer Zeit als befestigter Rastort an einer alten Straßenkreuzung entstand, wurde erstmals im 8. Jh. in Aufzeichnungen des Klosters Fulda erwähnt. 1207 ging der Pfarrort in den Besitz der Grafen von Diez über. 1326 erwarben ihn die Grafen von Nassau, die dort eine Burg errichteten, in welcher heute das Christian-Wirth-Gymnasium seinen Sitz gefunden hat. Die Verleihung der Stadtrechte erfolgte wahrscheinlich bereits im 14. Jh. Seit 1659 residierten die Grafen in der zum Schloß umgebauten Burg, und seit 1688 die Fürsten von Nassau-Usingen. Nach drei Bränden im 17. Jh., die das Stadtbild völlig zerstörten, wurde die Neustadt planmäßig neu angelegt. Bis 1886 war Usingen Amtssitz und bis 1972 Kreisstadt des Usinger Landes. Usingen hatte seit der Reformationszeit eine große Bedeutung als Schulstadt, eine Funktion, die auch heute noch besteht. Auch nach dem Verlust der Kreisstadtfunktion ist Usingen mehr denn je der Mittelpunkt des Usinger Landes.

 
 

Wernborn

Schon 1191 erscheint der Ort als "Berenbrunne". Er machte alle Veränderungen der Herrschaft Kransberg mit. Seinen Waldsitz hatte Wernborn in der "Mörler Mark". Wernborn pfarrte wie alle Dörfer dieses Bereichs zur Kirche in Holzburg, die heute nicht mehr sehbar ist. Fast ein Jahrhundert lang wurde Wernborn lutherisch geprägt. Das aus Teilen der alten Holzkirche 1597 erbaute Gotteshaus wurde im vorigen Jahrhundert durch den jetzigen Bau ersetzt. Von 1724 bis in unsere Zeit hatte der große Usinger Stadtteil eine eigene Schule. Heute wächst der Ort am Unterlaufe des Michelbaches stetig an.